Daten von Kritikern gespeichert
Das Unternehmen MONSANTO, Produzent des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, wurde Beschuldigt von über 200 Kritikern personenbezogene Daten gespeichert zu haben. Des Weiteren gingen bei der Datenschutzbehörde sieben Beschwerden von Betroffenen Personen ein.
Die besagte Datei enthielt Angaben zur Organisation und Position der Betroffenen, sowie ihre Geschäftsadresse, geschäftliche Telefonnummer, Mobiltelefonnummer, geschäftliche E-Mail-Adresse und in einigen Fällen auch ihren Twitter-Account. Darüber Hinaus wurden die Personen nach Punktezahl von 1 bis 5 kategorisiert um Ihren Einfluss zu bewerten.
Da die Betroffen über die Speicherung dieser Daten nicht bescheid wussten stellte die Datenschutzbehörde eine Verletzung der Informationspflicht fest.
Entscheidungsdatum:
28.08.2021
Land:
Frankreich
Art des Verstoßes:
Illegale Datensammlung
Betroffene Datensätze:
über 200
Waren sensible Daten betroffen?:
Ja
verhängte Geldstrafe:
€ 400,000,-
Verstoß gegen DSGVO Paragraph:
14. Informationspflicht, wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben wurden
28. Auftragsverarbeiter
Quelle:
Bußgeldbescheid der CNIL